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Gast    

Arbeitsrechtliche Folgen von Blackouts und Cyberangriffen auf Unternehmen (2,5 FAO Stunden)

Informationen:

Seminarnummer:
230209_1-S-FA
Referent(en):
Olaf Möllenkamp, Richter am Arbeitsgericht Lübeck
Ort/Anschrift:
Online
Kategorien:
Anwaltsseminare, Online, Seminare
Geeignet für Fachanwalt:
Arbeitsrecht
IT-Recht
Strafrecht
Handels- und Gesellschaftsrecht
Termine:
09.02.2023 14:00 Uhr – 16:45 Uhr
Seminartermin:
Seminartermine exportieren (.ics)
Preis:
95,00 zzgl. 19% USt. (gesamt 113,05)

Beschreibung

Nahezu jedes Unternehmen ist durch Angriffe auf seine IT-Infrastruktur verwundbar, bei Einschränkungen in der Energieversorgung ohnehin. Spätestens seit Beginn des Ukraine-Kriegs ist die besondere Gefahr von Angriffen auf IT-Strukturen für den Wirtschaftsstandort Deutschland in den Fokus gerückt. Auch die Sorge um eine sog. „hybride Kriegsführung“ unter Einbeziehung von IT-Systemen durch fremde Staaten wird zunehmend ernster diskutiert. Die Perspektive von Blackouts in der Energieversorgung und Einschränkungen beim Energieträger Gas bewirken ernste Probleme für nahezu alle Arbeitgeber. Nicht zuletzt durch Lockdowns in der Pandemie ist dabei bewusst geworden, welche Folgen sich für Arbeitnehmer und Unternehmen mit arbeitsrechtlichen Auswirkungen aus einem ggf. auch längeren Betriebsstillstand ergeben können.

Das Seminar gibt einen Überblick über die arbeits-, datenschutz- und strafrechtlichen Folgen solcher Angriffsszenarien auf IT-Systeme und zeigt mögliche arbeitsrechtliche Folgen bei Mangellagen in der Energieversorgung.

Im Einzelnen:
•    Vergütungsrechtliche Folgen von Betriebsbeeinträchtigungen und -stillstand
•    Wie weit reicht das Betriebsrisiko des Arbeitgebers im Lichte der BAG-Entscheidung zum Pandemie-Lockdown (noch)?
•    Freistellungsmöglichkeiten beim angriffs- und abhängigkeitsbedingten Betriebsstillstand, insb. durch Urlaub und Zeitguthabenabbau
•    Zuweisung von (nicht arbeitsvertraglichen) Ersatztätigkeiten in Notfall- und Mangelsituation
•    Aufstellung von Verhaltensregeln bei Cyberangriffen und Mangelversorgung mit Energieträgern – Wie weit reicht das Direktionsrecht des Arbeitgebers?
•    Mitbestimmungsfragen, insb. in Bezug auf das Ordnungsverhalten in Angriffssituationen (§ 87 Abs. 1 Nr. 1 BetrVG) und Überwachung von IT-Systemen (Nr. 6)
•    Wenn unklar ist, wer angegriffen hat – Unterscheidung von Angriffen von außen und von innen (Betriebssabotage)
•    Konsequenzen bei betrieblichen Sabotageakten: Freistellung, (Verdachts-)Kündigung, Schadensersatz, insb. Schadensermittlungskosten
•    Folgen unabsichtlichen Einschleppens von Viren, Trojanern pp. durch Arbeitnehmer
•    Kommunikationsregeln bei Angriffen und Konsequenzen bei Nichteinhaltung
•    Strafrechtliche Beurteilung von Cyberdelikten
•    Beweissicherung und Datenschutz
•    Datenschutzrechtliche Meldepflichten bei Cyberangriffen
•    Cyberversicherungen als Lösung?
•    Parallelität in der rechtlichen Situation im Fall von Blackouts in der Energieversorgung oder Zwangsbewirtschaftung mit Erdgas?

Mit Nachweis für die Fachanwaltschaften "Arbeitsrecht” oder  "Handels- und Gesellschaftsrecht" oder “IT-Recht" oder "Strafrecht" (2,5 FAO-Stunden).

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